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NYCHC

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"...hervorragend Herr Arndt, setzen, über die Endnote verhandeln wir später in der Klassenkonferenz..."
Hab' ich doch tatsächlich vernachlässigt, in den letzten Jahren über die Zukunft nachzudenken, dacht' ich wohl ständig: the future is over, dude... . Und dann kommt so ein Buch daher und weist mir den möglichen Weg in die nächsten Dekaden unserer Spezies.
Hab gerade eben sozusagen " aufgelesen " und bin begeistert, formidable!
' Fühle mich erinnert an mein alltimefav - Uni-Seminar bei Herrn Klaus Vondung zur Thematik: "Literatur des Untergangs - Die Apokalypse in Deutschland" mit Äußerungen wie: " …herrlich meine Damen und Herren, da wurde noch ehrlich gemordet und gebrandschatzt, es floss Blut in Strömen, wahre Werte standen noch im Vordergrund…“ NewYorkCityHC könnte sicherlich in die Literaturliste der Neuauflage der Veranstaltung aufgenommen werden.
Feine Story, wie immer eine gestochen scharfe Sprache, absolut gelungene Dialoge, und vor allem: ja richtig: Humor ( „don’t forget the fun“, Kolumne der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts)
Natürlich konnte ich die zahlreichen Anspielungen auf wahre Begebenheiten mit Leichtigkeit herauslesen, denke an Reagan Youth im Kleinen Klub, die Boulevardpresse der Szene: Crust und Cocks oder auch diverse Charaktere, die mehr oder minder bekannten real existierenden Personen sehr nahe kommen.
Als Fragen bleiben da nur: -In welcher Rolle sieht sich der Autor selbst: Kowalski oder doch eher Marc ;) ? - Welche Intention steckt hinter Great Morgenthau??? ( komme einfach nicht drauf, bin wohl zu blöd) – und abschließend: „Hardcore my true love“ – Tatoo, hab ich bei irgendjemandem mal gesehen,… und wer macht so was in ZUKUNFT weg?
Also, wann kommt die nächste Veröffentlichung, wer hat sich die Filmrechte gesichert,... Fragen über Fragen…
Alles Gute, und thanx für’s gute Buch…wir sehen uns 2024!"
Gurke Kammer (Crowd Of Isolated) 30.8.2010

"Neben allem Gebrüll flüstert New York City Hardcore leise aber unmissverständlich : Der vorgebliche Misanthrop Moses Arndt ist ein Menschenfreund. Er wird vielleicht bald einen vom krassen Ballast befreiten Roman schreiben, der uns alle zu heilen vermag. Er ist mit Sicherheit nicht ohne Grund Schriftsteller und Arzt."
Jan Müller (Tocotronic) 30.6.2010

"Moses schreibt wie ein junger Wilder - ungehobelt, mit viel Phantasie. Krank und Knorpelig. Ein Höllentrip und ein höllischer Spaß. Astreiner Unsinn, gute Unterhaltung."
Hillu 20.2.2010

"Quentin Tarantino weint jede Nacht ins Kissen. Er konnte sich bisher noch nicht die Filmrechte für diesen Roman sichern, müßte allerdings auch sein ganzes Können aufbieten, um diese wahnwitzige Mischung aus hochexplosiver politischer Analyse, Science Fiction, Underground, Kriegsgeschichte und Sex and Crime adäquat auf die Leinwand zu bringen. HARDCORE in jeder Beziehung."
P. Tennings, Januar 2010

"...Nimmt man das Buch als Ganzes, so bleibt festzustellen, dass Moses nicht umsonst zu seiner Zap - Zeit einer der besten deutschen Schreiber überhaupt war. Ein wahnwitziges Apokalypse Abenteuer aus Sex, Gewalt und Hardcore, das die Hardcore Szene wie einen Haufen von Neandertalern erscheinen lässt, die sich mit Hilfe eines Kaleidoskops einen Videoabend mit „Mad Max“, "Super Vixen“, „Suburbia“ und „Full Metal Jacket“ reinpfeifen und sich dabei fröhlich die Palme wedeln, während nebenan Nord- und Südkorea gemeinsam eine Theaterversion von „Wargames“ aufführen..."
Carsten Herder, März 2010

"Im Hinblick auf den Titel mag der Inhalt zunächst irritieren: Eine Art deutscher „Endzeit“-Roman mit etwas Sex, ein wenig mehr Action sowie einigen unterhaltsamen und gewitzten Dialogen, in denen häufiger die Bezüge zum „(NYC)Hardcore“ und anderen Themen, mehr oder weniger differenziert, hergestellt werden. Die Story gefällt, Moses Einfallsreichtum und sein scharfer Schreibstil begeistern sowieso. „New York City Hardcore“ überzeugt auf ganzer Linie. Eine absolute Steigerung zur Erstveröffentlichung!"
Christoph Parkinson, April 2010

Den Anfang möchte ich gerne machen mit dem neuesten Werk des landesweit bekannten Tunichtguts Moses Arndt, das da heisst "New York City Hardcore". Arndt, bekannt geworden als fleissiger Herausgeber und Schreiberling des wohl besten, aber zumindest großmoi!ligsten deutschen Hardcore-Fanzines aller Zeiten, dem seligen Zap, sowie als Autor der für den Nobelpreis nominierten poststrukturalistischen Novelle "Chaostage", die im Übrigen erst kürzlich kongenial von Tarek Ehlail verfilmt wurde, löst mit diesem Buch ein ca. 15 Jahre altes Versprechen ein und erstaunte mit der Publikation doch so manchen Kritiker, da wohl niemand mehr mit einer Veröffentlichung des Werkes gerechnet hatte, manch einer bezeichnete das Buch gar als das "Chinese Democracy" der Literatur-Szene.

So rief der bekannte Literatur- und Filmkritiker Jörg Harley im Jahre 2008 im Vorwort seines Interviews mit dem Regisseur der Chaostage Verfilmung in der Literatengazette "Pankerknacker" beispielsweise höhnisch dazu auf unbedingt ins Kino zu gehen "Um in zwanzig Jahren die Finanzierung für die Verfilmung von Meister Arndts bis dato eventuell erschienenem Nachfolgeroman sicherzustellen". All diesen bösen Zungen streckt Arndt, mit seiner völlig überraschend erscheinenden Publikation erstmal ordentlich die Eigene entgegen. Mit "New York City Hardcore" legt er ein Werk vor, dass das ohnehin schon ziemlich skandalträchtige Vorgängerwerk in Punkto Gewalt, Brutalität, Menschenverachtung aber auch in seiner Poesie, seiner filigranen literarischen Stilistik und Metaphorik und seiner sprachlichen Brillanz weit hinter sich lässt. Arndt verlässt in diesem Werk den altbekannten Weg des Alltagsromans und begibt sich in dystopische Gefilde, wenn er uns in eine postapokalyptische Zukunft entführt, in der die BIG FOUR, ein Konglomerat aus den Großmächten USA, Rußland, China und Indien, in einem atomar ausgebombten Deutschland schwerbewaffnet Jagd auf die Überlebenden machen, die sich vornehmlich aus radikalen Talibansympathisanten oder kanibalistischen Nazis zusammensetzen. Ein Schelm wer hierbei Trivialität vermutet.

Wie schon in seinem Erstlingswerk benutzt der Autor die Rahmenhandlung desöfteren dazu sich in breiten Diskursen über seinen eigenen musikalischen und subkulturellen Background auszulassen und schafft es tatsächlich in einem im Jahre 2024 spielenden Szenario einen treffenden Kommentar über den aktuellen Zustand der Hardcore- und Punkrockszene abzulassen, indem er seinen Hauptprotagonisten die entsprechenden Dialoge in den Mund legt. Besonders positiv fällt hierbei die schamlos selbstverliebte Verherrlichung der eigenen Meinung des Autors auf, der sein Buch und seine Protagonisten hemmungslos zum Zweck der Selbstpromotion benutzt und dabei nicht wie die meisten anderen Autoren in einer dezenten dahergeheuchelten Pseudobescheidenheit dahindümpelt.

Es mag anzunehmen sein, dass sich mancherlei Leser doch von der teilweise eher rauheren Schreibweise mit der sich der Autor an Thematiken wie Gewalt und Sexualität annähert abgeschreckt fühlt. So verwandelt sich New York, gepusht durch kursierende Sexdrogen und durch entsprechende Medikamente vom Damoklesschwert Aids befreit, in eine riesige Rudelbumszone in der zur Untermalung der Kopulation fleißig NYC Hardcore vom Schlage Urban Waste, Cro-Mags bzw. Agnostic Front gelauscht wird, während in den ausgebombten und verminten Überresten von Deutschland jungfräuliche Mädchen erst zarte Gefühle für Johnny Depp aufbauen dürfen um dann von amoklaufenden Ex-Crass-Hippies in Söldner Diensten der BIG FOUR auf ultrabrutale Weise... Aber ich will nicht vorgreifen, selber lesen sage ich.

Mit seinem neuesten Werk ist Moses Arndt also mal wieder ein Feuerwerk des gepflegten Unfugs gelungen, das ihm erstmal einer nachmachen soll und das seinen Vorgänger bei weitem übertrifft, ohne dabei den Quatschfaktor auch nur um ein Quentchen zu minimieren. Ein absoluter Pflichtkauf für den anspruchsvollen Leser.

Revolutionär und philosophisch as fuck, würde ich sagen, nicht wahr Herr Reich-Ranicki?
-Ich teile wie immerrr ihrre Meinung, Herr Spikorrr!
Jörg Harley, Eternia-united.blogspot.com

Mit dem schmissigen Slogan „Chaostage – Ein Buch wie ein Vulkan!“ wurde das Erstlingswerk des Autors Moses „5-Feet-Of-Hate“ Arndt, Diktator des über eine Dekade lang wegweisenden und Ende der 90er eingestellten Fanzines „ZAP“, angepriesen. Für seinen neuen Roman „New York City Hardcore“ darf er meinetwegen „Ein Buch mit der alles vernichtenden Sprengkraft sämtlicher zur Verfügung stehender Atomsprengköpfe!“ heißen. Inhaltlich wie stilistisch ist der Autor zwar seinem Stil treu geblieben, hat aber, still und heimlich, in einem Zeitraum von guten 10 Jahren, vor denen er bereits mit dem Roman drohte, massiv aufgerüstet und schlägt nun gnadenlos und unter konsequenter Missachtung sämtlicher Konventionen los, nachdem eigentlich niemand mehr mit ihm gerechnet hatte. Nach wie vor kann man sich über lustige Dialoge, die militant-anrüchige Wortwahl, absurde Situationen und den mit Selbstironie nicht geizenden Moses selbst amüsieren, bekommt, was für einen Science-Fiction Roman dessen Szenario, angelehnt an Streifen vom geübten Schlage etwa eines „Escape from New York“, im Jahr 2024 spielt, doch recht erstaunlich ist, obendrein noch eine gewaltige Dosis HARDCORE im Geiste der 80er Jahre in die Fresse – sowohl was Bands, Konzerte und Gedanken zur Musik allgemein betrifft als auch – und gerade - den absolut gelungenen Versuch, dieses HC-Lebensgefühl in Worte bzw. eine Story zu fassen. Genau dieser radikale, zynische und dabei zuversichtliche Spirit ist der Kern dieses wohl präparierten Sprengkopfs welcher mich nach seiner Detonation mit dem glücklichen Gefühl am Leben zu sein zurück lässt.
Noch 14 Jahre bis Ultimo. Bleibt bis dahin zur vergnüglichen Zeitverkürzung zu hoffen, dass es Dr. Hate zwischen ein paar Schönheits-OPs und subkutanem Herumgewerke schafft, noch ein weiteres Werk solchen Kalibers abzuliefern.
Torben Benelli, Der Feind, Juni 2010

Fuck 2012. Hier kommt 2024. Die wahre Apokalypse.

Helga Burgdorf

Ein kleines dreckiges Scheissbuch. Das ist geil.

Dieter Polen


Der passende Soundtrack zum nächsten Naziaufmarsch in Dresden.

Kristiane Lorsch

Der Autor Moses Arndt könnte manchem Leser noch als Herausgeber und Hauptschreiber des ZAP, einem der bekanntesten und besten Punk/Hardcore Fanzines der 80er und 90er Jahres des vergangenen Jahrtausends ein Begriff sein. Auch der vor nicht allzu langer Zeit verfilmte Roman "Chaostage" stammt aus seiner Feder. Diesmal hat sich Moses an einer Mischung aus Politthriller, Endzeit Science Fiction und Kriegsroman versucht, die kurzweilig genug geraten ist, dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe. Die Geschichte spielt in Deutschland und z.T. in den Vereinigten Staaten im Jahr 2024. Schland wurde wegen seines fortwährenden miesen Verhaltens und Kriegstreiberei von der restlichen Staatengemeinschaft ausgebombt und in weiten Teilen dem Erdboden gleich gemacht. Es wird nur noch von herumziehenden, teils kannibalischen Partisanen bevölkert, die ab und zu von Säuberungskommandos der großen Weltmächteallianz gejagt werden. Unter den Soldaten, wie auch den Rebellen befinden sich etliche, die in ihrer Vergangenheit der Hardcore(punk) Szene angehörten und so finden sich oft in den Dialogen Verweise auf real stattgfundene Konzerte der 80er/90er Jahre und auch bspw. die "Left-Wing-Hooligans" eines bekannten Hamburger Stadtteilfußballclubs werden erwähnt. Zwischen einer Menge Sex und Gewalt ins bester Schundromanmanier gibt es auch zahlreiche Gespräche zwischen den Helden, in denen Dinge wie die Politisierung der Hardcoreszene Thema sind. Man kann das Buch schwer in eine Schublade packen, aber Unterhaltsamkeit darf man ihm in jedem Fall attestieren. Nur mit der Verfilmung dürfte es diesmal nichts werden, es sei denn Roland Emmerich oder John Carpenter bekommen das Ding auf den Schreibtisch...


Thommy, Übersteiger, September 2010